Mobilität kommt Schritt für Schritt. Carina Ganster über den öffentlichen Verkehr und was Rufsammeltaxis für Gemeinden bedeuten.

Von Carina Fenz. Erstellt am 11. Januar 2017 (07:45)

Mobilität ist im Südburgenland eine spezielle Herausforderung. Im Bezirk Güssing hat man mit dem Modell Ökotrip- und Mein Güssing-Taxi, das sehr gut angenommen wird, bereits vor mehr als zwei Jahren nicht mobilen Personen ein Stück Eigenständigkeit zurückgegeben. Im Bezirk Jennersdorf soll mit dem „Micro-ÖV-System“ ein ähnliches Projekt (Rufsammeltaxi) folgen. Was 2016 bereits schon fix war, steht jetzt allerdings wieder auf ungewissen Beinen. Rudersdorf, Eltendorf und Dt. Kaltenbrunn haben nämlich gegen das Projekt gestimmt, die neun anderen Gemeinden des Bezirks dafür. Zustande kommt das Projekt aber nur, wenn mindestens zehn Gemeinden teilnehmen. Dabei ist Mobilität gerade im ländlichen Raum unumgänglich.

Der Kampf der Bürgermeister gegen das Aussterben ihrer Gemeinden durch die Stadtflucht ist vielerorts ein erbitterter. Regionale Zentren, die gut angebunden sind, wachsen – jene, die schlecht angebunden sind, schrumpfen eher. Es muss also nicht immer Bus oder Bahn sein – gerade ein solch innovatives Modell, wie das geplante Rufsammeltaxi, machen Menschen mobiler und werten zusätzlich die ganze Region auf.