Nachhaltigkeit als Prämisse. Über die Nachnutzung der Bahnstrecke von Oberschützen bis Rechnitz

Von Carina Fenz. Erstellt am 28. Januar 2021 (03:21)

Das Land Burgenland hat der Südburgenländischen Regionalbahn die Bahnstrecke zwischen Oberschützen und Rechnitz abgekauft. Ein bereits unterzeichneter Vertrag soll mit 31. Jänner Rechtsgültigkeit erlangen. Bereits im Jahr 1987 wurde der Personenverkehr auf der Bahnlinie von der ÖBB eingestellt, bevor Franz Schuch die 36 Kilometer lange Strecke kaufte und vorerst weiterführte, ehe auch die letzte Verbindung, die Museumsbahn zwischen Oberwart und Oberschützen, für immer unterbrochen wurde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass das Land die Strecke jetzt selbst betreiben möchte.

Das funktioniert aktuell bei einer eigens gegründeten Buslinie, die täglich vom Südburgenland nach Graz fährt ja auch? So einfach ist es dann in diesem Fall aber doch nicht, denn auf besagter Bahnstrecke ist der Zug längst abgefahren. Auch der Großteil der Gleise zwischen Oberschützen und Oberwart wurde bereits demontiert, der Rest bis nach Rechnitz folgt noch. Mit der geplanten touristischen Nutzung als Rad- beziehungsweise Spazierweg, die das Land nach einer Idee von Schuch anstrebt, würde man der Bahnstrecke endlich ein verdientes Stück Nachhaltigkeit zurückgeben - mitten im E-Bike-Paradies.