Neo-Chef muss Ruhe ausstrahlen. Über den Wechsel beim SV Güssing, der weitreichende Konsequenzen hat.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 08. Januar 2020 (01:01)

Egal wie man es drehen und wenden mag: Der SV Güssing machte in den letzten vier Jahren vieles richtig. Die Amtszeit von Obmann Alois Mondschein war eine erfolgreiche - gekrönt durch die Rückkehr in die Burgenlandliga im Juni 2019. Mondschein war im Februar 2016 angetreten, um dieses Ziel zu verwirklichen und auch wenn man zwischenzeitlich wackelte und diese Maxime schon wieder zu den Akten schob, schaffte man es doch. Mit einem Kader, der (fast) ausschließlich aus Spielern aus dem GSV-Nachwuchs stammt. Ein Novum, auch wenn man die Stadt Güssing nicht mit anderen Vereinen aus der 2. Liga vergleichen sollte. Der Architekt hierbei? Hannes Winkelbauer, der erst als Sportlicher Leiter arbeiten wollte, dann aber schnell ins Trainerwesen zurückkehrte und quasi eine intensive Doppelfunktion ausübte.

Am Sonntag ist seine Amtszeit als GSV-Chef vorbei, denn Winkelbauer übernimmt das Amt als Obmann vom scheidenden Mondschein. Das Funktionsteam steht, wie auch eigentlich der neue Trainer und der Rest des Güssinger Trosses. Spannend bleibt, wie Winkelbauer mit der „ruhigeren“ Aufgabe umgehen wird. Er lebt, liebt und leidet Fußball, wie kaum ein Zweiter. Ein wenig wird er sich aber zurücknehmen müssen, denn der neue Chefcoach braucht auch seine volle Unterstützung. Nur so kann der doch extreme Übergang auch reibungslos funktionieren.