Nicht dringend ist oft dringend. Über die neuerliche Belastung der Spitäler durch steigende Covid-Zahlen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 11. März 2021 (03:12)

Die Coronakrise zehrt in vielen Belangen in unseren Nerven. Geradezu angstvoll schauen aber vor allem die Krankenhäuser wieder einmal auf die wachsende Anzahl von Covid-19-Patienten, die stationär behandelt werden müssen. Steigt die Zahl der Corona-Kranken, steigt unweigerlich auch die Zahl der Hospitalisierten. Im Krankenhaus Oberwart muss man bereits zum dritten Mal seit Beginn der Pandemie planbare Operationen verschieben, um Kapazitäten freizuhalten. Hinter solchen Eingriffen stehen viele Schicksale von Menschen, die in die Länge gezogen werden können.

Akute Eingriffe sind freilich nicht von Verschiebungen betroffen, aber auch nicht so „dringende“ OPs können für viele dringend sein. Dass dann manchmal auch das Verständnis der Betroffenen sinkt, ist mehr als verständlich. Oftmals ist es die Wut auf jene Personen, die nach wie vor von einer Grippe sprechen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie als Einschnitt in Grund- und Freiheitsrechte sehen. Fakt ist aber auch, dass die Gesundheit oberste Priorität hat und auch die größten Coronaleugner schon bald ein Bett im Krankenhaus brauchen könnten. Erst dann umzudenken, wäre für andere aber möglicherweise schon zu spät.