Erstellt am 30. Januar 2019, 04:36

von Carina Fenz

Nur Hoffnung stirbt zuletzt. Carina Fenz über das Mammutprojekt S7 und dass gut Ding Weile braucht

Als Asfinag-Geschäftsführer Alexander Walcher bei der Tunnelanschlagsfeier für die S7 die Bühne betrat und sagte: „2001 habe ich gesagt, dass wir 2008 auf der S7 fahren werden. Jetzt sind wir volljährig geworden und der Bau startet“, zauberte er den anwesenden Gästen ein Schmunzeln auf die Lippen. Weg war der Zorn, dass es beim Projekt S7 zu jahrelangen Verzögerungen gekommen ist, denn es herrscht Aufbruchstimmung in der Region.

Anrainer erwarten sich durch den Bau der S7 vom immer stärker werdenden Durchzugsverkehr eine Entlastung für ihre Wohngebiete. Die Wirtschaft brennt auf neue Betriebsansiedelungen und Arbeitsplätze. Die Verlagerung des Verkehrs und des Schwerverkehrs auf eine Schnellstraße soll auch eine enorme Verbesserung hinsichtlich Verkehrssicherheit bringen. Ein positiver Nebeneffekt ist auch, dass sich der Baubeginn positiv auf die Kommunalsteuern der Gemeinden sowie Nächtigungen in den Beherbergungsbetrieben und auch in den Supermärkten und Gasthäusern auswirken soll. Auf die Verantwortlichen wartet auf jeden Fall bis zur Fertigstellung eine Herkules-Aufgabe. Doch bekanntlich stirbt nur eines zuletzt: die Hoffnung.