ÖVP stellt sich jetzt neu auf. Michael Pekovics über die Rochade an der Spitze der ÖVP im Bezirk – und die Hintergründe.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 21. März 2018 (05:00)

Der Wechsel von Michaela Resetar zu Georg Rosner an der Spitze der Oberwarter ÖVP ist ein logischer Schritt in die Zukunft. Von einem Generationenwechsel kann zwar nicht gesprochen werden, die Rochade ist aber dennoch ein Signal der Erneuerung.

Rosner haftet nach seinem überzeugenden Wahlsieg in Oberwart eher das Image des „Siegers“ an als Resetar, die zwar ausgestattet mit den „meisten Vorzugsstimmen“, wie sie betont, im Landtag sitzt, aber in der Opposition nicht so richtig zur Geltung kommt. Ganz freiwillig soll Resetars Abgang nicht gewesen sein, wie man aus der zweiten Reihe hört – die ist aber wiederum auch bekannt dafür, gerade im Bezirk Oberwart besonders „bissig“ zu sein.

„Biss“ wird die ÖVP auch hinsichtlich der bereits langsam näher rückenden Landtagswahl 2020 brauchen. Schließlich steht Rosner & Co. im Bezirk „Superlandesrat“ Hans Peter Doskozil als mutmaßlicher SPÖ-Spitzenkandidat gegenüber. Da macht es Sinn, ihm mit Georg Rosner den beliebten Bürgermeister der Bezirkshauptstadt entgegenzustellen, auch wenn dieser eher für das Miteinander als Auseinandersetzung steht. Aber vielleicht ist ja gerade das die Zukunft.