Paradebeispiel an Regionalität. Carina Fenz über den „Litschdorfer Apfelsaft“ und die Idee dahinter

Von Carina Fenz. Erstellt am 19. September 2018 (03:57)

Der Jahrhundertsommer sorgt im heurigen Jahr für eine rekordverdächtige Apfelernte. Die Folge daraus ist ein überaus starker Preisdruck am Markt. In Litzelsdorf macht jetzt ein neues Projekt auf sich aufmerksam, das sich als vielversprechend erweisen könnte. Dorfbewohner können ihre überschüssige Apfelernte, der Dorfgemeinschaft zur Verfügung stellen.

In wenigen Tagen haben das Angebot zahlreiche Bürger angenommen und so wurden rund 1,5 Tonnen Äpfel gesammelt, die als „Litschdorfer Apfelsaft“ gepresst werden. Der Saft soll dann zum Verkauf stehen und bei Veranstaltungen im Dorf ausgeschenkt werden. Sogar Wirtshäuser haben bereits zugesagt, den Saft anzubieten. Eine Win-Win-Situation, die hinsichtlich Regionalität als Paradebeispiel im Südburgenland dienen kann.

Einerseits wird das Bewusstsein der Konsumenten für heimische Lebensmittel geschärft und andererseits wird den Konsumenten begreiflich gemacht, dass ein regionaler und saisonaler Einkauf mehr positive Folgen hat, als die Existenz der heimischen Landwirte zu sichern. Von dieser großen Wertschätzung mit Blick aufs Ganze haben alle etwas: Mensch und Natur.