Plädoyer zum Hinschauen. Über den Bodenverbrauch, der uns alle etwas angeht

Von Carina Fenz. Erstellt am 26. August 2021 (05:08)

Im Fußball hat es heuer zwar wieder nicht für den Europameistertitel gereicht, das Burgenland ist in Sachen Bodenversiegelung aber ganz nah an einem Titel dran. Täglich werden nämlich 1,5 Hektar Boden für den Straßenbau versiegelt. Das entspricht zwei Fußballfeldern und ist doppelt so hoch wie der Österreich-Schnitt.

Auch in Oberwart ist das Thema Bodenversiegelung Stein des Anstosses für einen „grantigen“ Ortschef. Georg Rosner (VP) kann nämlich die Kritik seines Landtagskollegen Wolfgang Spitzmüller (GRÜNE) nicht verstehen. Spitzmüller tadelte die Stadt nämlich erneut für den im Bau befindlichen „EO PARK“ vis a vis des Einkaufszentrums „eo“. Rosner zeigt sich angriffig wie selten und wirft dem Grünen vor, dass ihnen Heuschrecken wichtiger seien als Menschen. Die Fläche, auf der derzeit gebaut werde, sei zudem schon seit Jahren als Bauland-Betriebsgebiet gewidmeten und werde daher nicht neu versiegelt.

Einspruch! Denn bei aller Brisanz dieses Themas werden oft die drastischen Folgen vergessen. Ja, Einkaufszentren schaffen Arbeitsplätze und stärken den Wirtschaftsstandort, aber Bodenverbrauch befeuert auch die Klimakrise und darum sollten wir alle ein bisschen mehr Hinschauen und nicht jammern, wenn es zu spät ist.