Radeln auf den Schienen. Über die Nachnutzung der Bahngleise zwischen Oberwart und Bad Tatzmannsdorf

Von Carina Fenz. Erstellt am 26. Februar 2020 (03:16)

Mit einem außergewöhnlichen Aufruf machen derzeit Franz Schuch, Geschäftsführer der Südburgenländischen Regionalbahn und die Bürgermeister Georg Rosner (Oberwart), Gert Polster (Bad Tatzmannsdorf) und Hans Unger (Oberschützen) auf sich aufmerksam. Sie setzen sich dafür ein, dass die Bahnstrecke von Oberwart nach Bad Tatzmannsdorf verkauft werden soll.

Der neue Eigentümer müsse die Strecke verpflichtend sanieren und als Bahn betreiben — die Kosten für die Sanierung liegen etwa 2,5 Millionen Euro, die Kosten für den Ankauf mit den bestehenden Gleisanlagen bei rund 200.000 Euro. Sollte sich kein Käufer finden, dann werden die Gleisanlagen rückgebaut. Schuch prescht auch in jenem Fall mit einer Idee nach vorne, nämlich ein Naherholungsgebiet mit Rad- oder Spazierwegen zu schaffen. Ein guter Ansatz, touristisch gesehen hat die Gleisstrecke nämlich auf jeden Fall mehr Potenzial.

Denn auch wenn es in Zukunft kein elektrisch betriebener Zug ist, der besagte Bahnstrecke nützen würde, könnte schon bald die erste Draisinentour des Südburgenlandes von Bad Tatzmannsdorf nach Oberwart rollen. Ein schöner Gedanke, der auf jeden Fall Mehrwert mit sich bringen würde.