Region punktet mit Weitblick. Über das erste dreisprachige Pflegeheim im Südburgenland

Von Carina Fenz. Erstellt am 08. Mai 2019 (03:26)

Bis zum Jahr 2021 sollen im Burgenland 279 neue Plätze in Altenwohn- und Pflegeheimen geschaffen werden, 60 davon mit der Ausstattung für behinderte Menschen und 120 neue teilstationäre Plätze in Seniorentageszentren, dazu kommen Spezialversorgungsplätze.

Ein großer Teil der neuen Pflegplätze entsteht im Südburgenland und das ist auch dringend notwendig, denn der Bedarf an Pflegeplätzen ist so groß, wie nie zuvor. Die Wartelisten sind voll, der Andrang ist enorm und wird noch steigen, was vor allem durch die demographische Entwicklung – wir werden älter – hervorgerufen wird. Als Leuchtturmprojekt soll das neue Pflegeheim in Schandorf dienen, das dreisprachig geführt werden soll.

Ein Großteil der örtlichen Bevölkerung und auch der umliegenden Gemeinden hat Kroatisch als Muttersprache und auch das Nachbarland Ungarn liegt nur einen Katzensprung entfernt. Die Dreisprachigkeit wird den Bewohnern Vertrautheit und Wertschätzung bieten und wesentlich zur Steigerung des Selbstwerts beitragen. Vor allem die dementen Bewohner werden vom dreisprachigen Pflegeangebot am meisten profitieren. Und das macht die Region auch im Alter lebenswert.