Solidarität ist das Gebot der Stunde

Über das Coronavirus und die Kunst des Möglichen.

Erstellt am 09. April 2020 | 02:45
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Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben Auswirkungen auf das ganze Land. Ganz besonders trifft es auch zahlreiche Veranstalter, die in den letzten Wochen gehofft, gebangt und ja, manche sogar gebetet haben, dass ihre Veranstaltungen doch noch nach Ostern über die Bühne gehen können. Die Enttäuschung darüber, dass es, wie von der Regierung angekündigt, bis Ende Juni definitiv keine Großveranstaltungen geben wird, sollte da wie ein Schlag ins Gesicht erscheinen. Das komplette Gegenteil war die Folge. Das Verständnis und die Solidarität — vor allem gegenüber der älteren Generation — ist größer, als die Feierlaune und die finanziellen Gewinne. Die Veranstalter des Stadtfestes in Pinkafeld, die erstmals in 37 Jahren ein Fest abgesagt haben, starten in Kürze die Planungen für die Auflage im nächsten Jahr. Ähnlich auch Musical Güssing, die mit den Kids online weiterproben und auch 2021 neu durchstarten wollen. Zeichen dafür, dass man in schwierigen Momenten füreinander da ist. Und jetzt einmal ganz ehrlich: Das Publikum wird es den Kulturschaffenden in den nächsten Jahren sicherlich danken, mit Applaus sowieso und hoffentlich mit noch mehr Interesse an deren Schaffen.