Solidarität trifft Nachhaltigkeit. Über den Sozialmarkt in Oberwart, der unverzichtbar geworden ist

Von Carina Fenz. Erstellt am 22. April 2021 (04:51)

Die Coronakrise hat uns vieles bewusst gemacht. Darunter auch, dass die Armut bedrohlich in die Mitte der Gesellschaft rückt. Gabriele Binder ist eine, die weiß, wie man sich im Leben durchboxt. Nach vielen Höhen und Tiefen hat sie sich vor knapp drei Jahren dazu entschlossen, selbst das Ruder in die Hand zu nehmen und mit ihrem Verein „Soziales Netzwerk Burgenland“ den Sozialmarkt in der Johann Straußgasse in Oberwart übernommen.

Ihr Credo stand von Beginn an fest: Auch Menschen, die keine Sozialhilfeempfänger sind, dürfen bei ihr einkaufen. Im vergangenen Jahr, das durch die Pandemie geprägt war, hat sie gerade diesen Menschen unglaublich viel Erleichterung in ihrem Leben beschert.

Denn auch wenn man einen Job hat oder sich vielleicht in Kurzarbeit befindet, kann das Geld für die Versorgung manchmal knapp werden. Ihr Sozialmarkt boomt aktuell, die Kunden werden leider immer mehr. Aber der Gedanke des Sozialmarktes hat auch noch einen anderen Nutzen.

Ohne Sozialmärkte würden nämlich noch mehr Lebensmittel direkt im Müll landen. Ein beispielloses Modell, wo Solidarität auf gelebte Nachhaltigkeit trifft.