System leistet, was es soll

Über die hohen Fallzahlen von CoViD-19-Erkrankten im Bezirk Oberwart

Erstellt am 23. April 2020 | 03:40
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Mit knapp 120 CoViD-19-Fällen (Stand: 21. April/19 Uhr) hat sich der Bezirk Oberwart zum Corona-Hotspot im Land entwickelt. Die Gründe, warum es gerade hier so viele Fälle gibt, sind unterschiedliche.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es mit der Nähe zum besonders stark betroffenen Bezirk Hartberg (302 CoViD-19-Fällen) zu tun hat, gilt im Moment als die denkbarste These. Besonders in den Blickpunkt ist in der Corona-Krise auch immer das Krankenhaus Oberwart gerückt, dass mit zahlreichen Schließungen von Abteilungen kämpft, weil es immer wieder infizierte Mitarbeiter gibt. Von diesem Problem war auch das Spital in Hartberg betroffen, gleich zu Beginn der Corona-Krise.

Anders als in Oberwart konnte man dort zwischenzeitlich aber einen Betrieb nicht aufrecht erhalten und musste das Haus schließen, während in Oberwart der Betrieb — teilweise eingeschränkt — immer weitergelaufen ist. Für die Versorgung der Menschen ist das der wichtigste Aspekt, denn Corona zeigt: Gesundheitsversorgung und Krisenmanagement sind gut. Das mag wohl auch an der dickeren Personaldecke liegen und daran, dass man bereits vor Corona nicht nur auf Effizienz und Kosten des Systems geschaut hat, sondern auch darauf, was es leisten soll.