Vielleicht bringt Bahn Betriebe. Michael Pekovics über das vorläufige „Happy End“ der Bahnstrecke Oberwart-Friedberg.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 20. September 2017 (05:27)

Der Kauf der Bahnstrecke Oberwart-Friedberg durch das Land sichert den Güterverkehr für viele Jahre ab. Das ist positiv für die Betriebe, die auf den Transport mit dem Zug angewiesen sind, wie etwa Unger Steel.

Hier liegt auch der wahre Hintergrund für den Erwerb der Strecke durch das Land: Ohne Anschluss ans Bahnnetz wäre der Oberwarter Standort von Unger Steel auf lange Sicht wohl nicht zu halten gewesen, weil die Transportkosten mit dem Lkw früher oder später zu teuer geworden wären. Deshalb ist es zum Teil auch verständlich, dass das Land – im Gegensatz zu Gemeinden im Nordburgenland – von den Anrainergemeinden eine finanzielle Beteiligung am Kauf fordert.

Richtig ist die Investition auch deshalb, weil es die öffentliche Hand einfach braucht, um benachteiligte Regionen – und so eine ist das Südburgenland infrastrukturell gesehen, wie Landeshauptmann Hans Niessl beim Regierungsbesuch in Güssing selbst sagte – nicht noch weiter zurückfallen zu lassen. Und vielleicht trägt der jetzt abgesicherte Güterverkehr auch dazu bei, dass sich in Zukunft wieder einige Firmen rund um Oberwart ansiedeln, die auf die Bahn angewiesen sind.