Was hier steht und warum!. Über die Errichtung einer Roma-Erinnerungsstätte und die Erinnerungskultur.

Von Carina Fenz. Erstellt am 15. April 2021 (02:29)

Der Kampf der Sinti und Roma um Anerkennung als Opfer des Genozids ist lang, aber auch noch lange nicht zu Ende. Das zeigt auch, dass es derzeit etwa 20 Gedenkstätten im Burgenland gibt, tatsächlich habe es aber mehr als 120 Romasiedlungen vor 1938 gegeben. Jedes Jahr rund um den 8. April, dem internationalen Tag der Roma, wird dieses Bewusstsein ins öffentliche Licht gerückt. Auch die Gemeinde Kemeten stellt sich in einem gemeinsamen Projekt mit der Roma Volkshochschule Burgenland endlich seiner Vergangenheit.

Um die Möglichkeit zu schaffen, dem schrecklichen Schicksal der Kemeter Romnija und Roma würdig erinnern, ermahnen und gedenken zu können, wird nämlich eine Erinnerungsstätte in der Nähe der ehemaligen Romasiedlung errichtet. Ein Denkmal, dass Gegenstand langer Diskussionen mitunter sogar Endpunkt einer Odyssee ist. Um die Stellung der Romnija und Roma aber weiter zu verbessern braucht es gerade diese symbolischen Gesten — auch, um die Bevölkerung an der Erinnerungsarbeit mitarbeiten zu lassen. Und das fängt schon einmal damit an, dass man darüber nachdenkt, was hier steht und warum.