Machen.

Über die Errichtung einer Roma-Erinnerungsstätte und die Erinnerungskultur ...

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 14. Oktober 2021 | 04:23

20 Jahre diskutiert und debattiert, redet man jetzt in Kemeten über die Errichtung einer Erinnerungsstätte für die von den Nazis in der NS-Zeit ermordeten Roma. Bei einer Volksbefragung am Sonntag wollte man jetzt die Stimmen der Bevölkerung zu diesem wichtigen und vor allem richtigen Projekt — für den es bereits einen Vorschlag für die künstlerische Umsetzung gibt — einholen. 375 Kemeterinnen und Kemeter haben ihre Stimme abgegeben. 832 nicht. Nun gut, die Mehrheit, nämlich 201 Personen haben für das Projekt gestimmt, welches jetzt als Grundlage für weitere Entscheidungen dient, geht es nach Ortschef Wolfgang Koller. Auch der Gemeinderat soll jetzt noch einmal über dieses Thema diskutieren. Warum eigentlich? Ist es nicht endlich an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen und dieses Denkmal aufzustellen? Beim Bau von Wohnblöcken oder Reihenhäusern braucht es auch keine 20-jährige Diskussions-Odyssee.