Oberwart wächst über sich hinaus. Carina Fenz über das Wachstum der Stadt Oberwart und die soziale Infrastruktur, die es dazu braucht

Von Carina Fenz. Erstellt am 26. September 2018 (03:56)

Der Bauboom in Oberwart hält weiter an. Mit den beiden neuesten Projekten der OSG und der Neuen Eisenstädter werden im kommenden Jahr insgesamt 100 neue Wohnungen entstehen. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Schon jetzt wohnen mehr als 45 Prozent der Stadtbevölkerung in mehr als 3.000 Wohnungen oder Reihenhäuser der OSG.

Weitere Projekte sind in Vorbereitung. Andere befinden sich im Bau und sind vermarktet, etwa die Areale beim „alten Magnet“ und am „Dr. Emmerich Gyenge Platz. Bei aller Freude über diese Nachfrage heißt es für die Stadt aber auch die Herausforderungen, die diese Entwicklung mit sich bringt, zu bestehen. Das Wachstum von Oberwart weicht erheblich von den verhaltenen Erwartungen des Landes ab.

Das birgt Chancen, doch es muss auch die soziale Infrastruktur — zum Beispiel Kindergärten, Schulen, Feuerwehren — mit dieser Nachfrage Schritt halten. Auch die technische Infrastruktur – Kanalisation, Verkehrswege – stößt an einigen Stellen bereits an ihre Kapazitätsgrenzen. Die größte Herausforderung wird es einerseits sein, den Zuzug in geordnete Bahnen zu lenken und andererseits das Wohnen für junge Menschen weiter leistbar zu gestalten.