Pinkafelder sind reif für Größeres. Über den Klassiker des Südburgenlandes zwischen Oberwart und Pinkafeld.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 15. Oktober 2020 (00:11)

Der 4:1-Heimsieg des SC Pinkafeld vor knapp einer Woche gegen den FC Deutschkreutz ließ die Burgenlandliga mit offenen Mündern zurück. Es war eine Gala-Vorstellung der Mannen von Maxi Senft, dessen 5-3-1-1-System mehr und mehr Formen annimmt und der Elf langsam ins Blut übergeht.

Anders ist die Lage beim SV Oberwart. Seit drei Spielen samt zweier Pleiten en suite wartet man auf einen vollen Erfolg. Die Probleme werden nicht weniger, denn das eigentlich eingeplante defensive Zentrum mit Daniel Seper, Christian Deutschmann und Bernd Kager brach zuletzt aus verschiedenen Gründen komplett weg und wird im Herbst auch nicht mehr auftauchen. Diese Achse fehlt – ganz im Gegensatz zu den Pinkafeldern, die genau diese Zone mit Sommer-Zugang Michael Daum und Dominik Luif sowie Michi Pahr daneben optimal mit Leben füllten.

Die Favoritenrolle ist am morgigen Freitag im Informstadion klar verteilt. Es wäre schon eine kleine Überraschung, wenn der SVO gerade gegen das Team der Stunde zurück in die Spur kommen würde. In Pinkafeld ist zwar Understatement Trumpf, aber sollte man von Ausfällen verschont bleiben, zählt man aufgrund seines Kaders zur Liga-Spitze. Das bekam Deutschkreutz zu spüren und auch Siegendorf wird das noch anerkennen müssen. Die Zeit beim SCP ist reif für einen Platz ganz vorne.