Andere müssen, Güssing will nur . Über den SV Güssing, der mit der richtigen Einstellung seine Spielzeit bestreitet.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 30. Oktober 2019 (01:48)

Am Samstag folgte für Burgenlandliga-Aufsteiger SV Güssing die siebente Niederlage in Folge. In Kohfidisch verlor man das Derby mit 2:3. Verdient, denn auch wenn die zweite Halbzeit in Ordnung war, lief offensiv über weite Phasen nichts zusammen. Vom Elan, der die Elf von Hannes Winkelbauer bis irgendwann Mitte September packte, ist weitgehend nichts mehr zu spüren. Rotieren, wie es zum Beispiel die Fidischer können, ist nicht drin – jungen Spielern eine Pause gönnen ebenso wenig. Der Kader zählte vor Saisonbeginn, wenn überhaupt, 16 Leute, wobei mit Johannes Jandrisevits (Karriereende) und Marc Handel-Mazetti (Bänderriss) gleich einmal zwei ausfielen. So müssen immer dieselben Kicker ran. Die geben immer alles, stoßen aber physisch derzeit an Grenzen. Und dennoch von Krise beim GSV keine Spur.

Die Zuseher akzeptieren den Weg der „jungen Wilden“, die 2019 schon für Furore sorgten und nun ihrer eigenen Erfolgsstory Tribut zollen. „Wenn es zurück in die 2. Liga geht, geht es eben zurück“, so Winkelbauer. Natürlich will man dem sportlich entgehen, aber wenn nicht, dann eben nicht. Genau diese Einstellung kann sich im Saisonendspurt positiv auswirken. Andere müssen, Güssing will. Eine Einheit ist man sowieso, egal ob oben oder unten. Und das kann Bäume versetzen.