Auch die anderen können kicken. Patrick Bauer über den Stotterstart des SV Oberwart ins neue Jahr, der nicht überraschend kam.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 09. August 2017 (02:56)

Einen Spieltag zählt die Saison 2017/18 und rund um das Oberwarter Informstadion herrschte nach dem 0:1 gegen den SV Olbendorf eine Stimmung, als wäre man nach dem Abstieg aus der BVZ Burgenlandliga gleich direkt in die 1. Klasse zurückversetzt worden. Sinngemäß sagte Olbendorfs Trainer Jochen Keglovits zur BVZ, dass nach Spielschluss nur über den mäßigen Auftritt der Hausherren und im Umkehrschluss nicht über das taktisch disziplinierte Auftreten der Gäste gesprochen wurde.

Und genau da liegt beim SVO irgendwie das Problem. Was wurde erwartet? Das nach einigen natürlich auch namhaften Zugängen das gesamte Werkl sofort läuft? So einfach ist das nicht. Umbrüche brauchen Zeit, benötigen Ruhe und konsequente Arbeit. Und zudem gibt es auch immer einen Gegner, der fußballerisch vielleicht nicht ganz das Niveau der Burgenlandliga aufweist, aber genauso 90 Minuten kämpft, läuft und defensiv gut steht. Das können auch in der 2. Liga praktisch alle.

Für den SVO geht es einzig darum, keinen großen Rückstand aufzureißen, sich kontinuierlich zu steigern und sich im Winter, wenn die Pause länger ist, neu zu sortieren, vielleicht das Hallengeschehen anderen zu überlassen, um 2018 voll durchzustarten. Denn erst da wird der Titel vergeben, nicht am ersten Spieltag.