Auf dem Weg zur goldenen Mitte?

Über Bernd Wiesbergers dänische Titelverteidigung, die viel wert ist.

Erstellt am 04. Juni 2021 | 02:25

Der Turniersieg am vergangenen Wochenende in Dänemark (gleichbedeutend mit der Titelverteidigung) kam für Österreichs besten Golfer Bernd Wiesberger goldrichtig. Einerseits entledigte er sich mit der Rückkehr in die Top-50 der Weltrangliste der Ticket-Sorge für die US Open in zwei Wochen, andererseits betrieb er auch eine Eigenwerbung für eine mögliche Nominierung in das europäische Team für den Ryder Cup im September.

Nebenbei bewies der Bad Tatzmannsdorfer erneut, dass er mit Drucksituationen umgehen kann. Die mäßigen Ergebnisse der letzten Wochen konnte der 35-Jährige in Dänemark ausblenden und seine Qualitäten punktgenau abrufen. Ein überragender Sieg mit fünf Schlägen Vorsprung war das Ergebnis – Bernd Wiesbergers achter Triumph auf der European Tour. Zu so einer stolzen Anzahl kommt man nicht zufällig.

Dass er es drauf hat, an guten Tagen auf jedem Platz überragend spielen zu können, hat er mehrfach bewiesen. Um aber zur absoluten Weltspitze zu zählen, braucht die aktuelle Nummer 50 der Welt über einen längeren Zeitraum noch einen Tick mehr Konstanz in seinem Spiel. Es muss ja nicht gleich zwingend ein Spiegel aus dem Jahr 2019 her, als der Südburgenländer binnen weniger Monate in Dänemark, Schottland und Italien gewann. Die goldene Mitte zwischen Genie und Wahnsinn wäre schon eine starke Basis.