Der Sport muss ein Vorbild sein. Über die Lage, nachdem das Coronavirus auch den Sport im Land lahmlegte.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 25. März 2020 (02:32)

Es fällt schwer zu beschreiben, was da in der jüngeren Vergangenheit über Europa und Österreich hereinbrach: Das Coronavirus stellt die Republik auf den Kopf. Was vor wenigen Wochen noch furchtbar wichtig war, verkam mittlerweile zu einer Nichtigkeit.

Abstiegskampf, Aufstiegsfreude, Cupplätze, einzelne Resultate, persönliche Bestwerte, gute Einzelleistungen: All das rückte in den Hintergrund. Auch der Sport im Burgenland ruht. Wie überall. Das war nach 1945 noch nie so. So stehen die Verbände vor einer Zerreißprobe.

Die Vereine werden nach dem (hoffentlich raschen) Ende der Krise auf Unterstützung angewiesen sein, die es dann geben muss. Vergleichswerte gibt es keine und das macht es so schwer. Allen kann man es nicht recht machen und sollte man die Fußballmeisterschaft 2019/20 jäh beenden, was in anderen Sportarten schon passierte, wäre das vor allem für etwaige Spitzenteams extrem bitter. Ein Jahr voller Investitionen wäre demnach umsonst – viel Mühe, kein Ertrag, verständlicher Ärger.

Positiv dabei? Fast alle bringen Verständnis für das Vorgehen der Verbände und die strikten Maßnahmen der Regierung auf. Es geht eben nicht anders. Es geht um mehr. Es geht um Solidarität. Und da muss die Sportfamilie als erstes Vorbild dienen und es in späterer Folge dann auch leben.