Ein Abstieg wäre kein Beinbruch. Patrick Bauer über die Lage beim SV Stegersbach, der sportlich an vielen Ecken kämpft.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 05. September 2018 (03:49)

Sportlich muss man konstatieren, dass der Start in Stegersbach nicht nur verpatzt, sondern katastrophal daherkommt. Fünf Spiele, fünf Pleiten und dazu ein Torverhältnis von 3:17 – ein Wert, der Bände spricht. Defensiv machte man immer zu viele Fehler, während offensiv die letzte Durchschlagskraft fehlt. Das liegt auch an den immer wieder aufkeimenden Wehwehchen potenzieller Führungsspieler wie Christoph Kienzl oder Michael Daum, die auch für andere Teams nur schwer zu ersetzen wären. Dazu belohnte man sich für couragierte Auftritte nicht. So steht man bei null Zählern und es bleibt fraglich, ob bis zum Winter überhaupt noch viele hinzukommen. Es gilt, sich auf die Aufgaben gegen die direkte Konkurrenz aus Wimpassing oder Oberwart zu konzentrieren und dort zumindest zu punkten, um den Abstand bis zum Winter nicht zu groß werden zu lassen, wobei selbst das sehr schwer wird.

Dann muss personaltechnisch sowieso etwas passieren, sofern man oben bleiben will. Ob das dann erstrebenswert ist, muss abgewartet werden. Zu viel sollte nicht riskiert werden – dann lieber mit Würde verabschieden. Auch Oberwart oder Neuberg erwischte es und auch wenn es um den langjährigen Vorzeigeklub schade wäre: Ein Neubeginn in der 2. Liga wäre kein Beinbruch.