Eine Regulierung für neue Werte. Über die Auswirkungen der Corona-Krise auf das bisherige Fußballgeschehen.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 02. April 2020 (02:32)

Ab Mitte März eines jeden Jahres kommt die Zeit für die großen Spiele in der Champions League. Madrid, Manchester, München, Mailand und wo die glamourösen Fußballtempel Europas überall stehen, sind dann im Fokus. Derzeit denkt in den Großstädten des Kontinents keiner so wirklich an magische Nächte an der Liverpooler Anfield Road, im ehemaligen Westfalenstadion zu Dortmund, wo auch immer. Corona regiert, Corona bestimmt – und der Fußballbetrieb pausiert im Einklang. Wo sonst der dicke Reibach in Form von Geld fließt, herrscht gähnende Leere. Auch Superstars wie der 220 Millionen-schwere Neymar von Paris St. Germain sind vor einer Ansteckung nicht gefeit. Das Virus macht keine Unterschiede, ordnet nicht in besser oder schlechter ein, geht seinen eigenen Weg. Zumindest so lange, bis die Eindämmung erfolgt und die Welt wieder „normal“ ist.

Der Fußball wird dann aber nicht mehr derselbe sein. Von ganz oben bis ganz unten wird sich der Geldreigen, der zu anderen Sportarten einem Zirkus glich, regulieren. Überragende Gehälter wird es zwar weiter geben, aber viele werden akzeptieren müssen, dass die glorreichen Zeiten vorbei sind. Auch im Amateurfußball, wo es immer ein schönes Zubrot zu verdienen gab. Für die Werte des Fußballs an sich muss das dann gar nicht das Schlechteste sein.