Einen Fixpunkt wird es brauchen. Über die Chancen des SV Güssing nach dem Aufstieg zurück in die Burgenlandliga

Von Patrick Bauer. Erstellt am 19. Juni 2019 (01:16)

Von Feier-Müdigkeit beim SV Güssing keine Spur: Nur knapp drei Wochen nach der Meisterfeier und dem BFV-Cupfinale gegen den SC Pinkafeld, das man mit 2:4 verlor, steht am 30. Juni der Festakt anlässlich des 100-jährigen Jubiläums auf dem Programm. Naturgemäß mit vielen Ehrengästen und auch mit dem gesamten Kader, der genau in dieser Form zusammenbleiben wird.

Noch gibt es nämlich keinen Zugang für die Burgenlandliga. Zuletzt handelte man sich zwei Absagen ein und laut Trainer Hannes Winkelbauer habe man nun noch „zwei, drei“ Pfeile im Köcher. Einen braucht es fast zwingend, denn auch wenn das 2:4 eine Vorgeschichte hatte – die Meisterfeier fand zwei Tage zuvor statt, was bei der Gluthitze nicht vergessen werden darf – war es schon ein erster Vorgeschmack, was den GSV erwartet: Gegner, die neben den physischen Aspekten auch höheres fußballerisches Können aufweisen. Verstecken brauchen sich die Güssinger zwar nicht, aber zumindest einen weiteren Fixpunkt wird es brauchen, wenn man Chancen haben will.

Sehr positiv zu werten ist aber, dass man sich der Aufgabe gar in dieser Besetzung stellen würde, wobei man auch die Euphorie eines Aufsteigers nicht vergessen darf. Die versetzte schon bei einigen Teams Berge, was punktuelle Verstärkung nicht ausschließen darf – wenn es qualitativ und charakterlich Sinn macht.