Einmalige Chance für die Frauen. Daniel Fenz über das ÖFB Frauen-Nationalteam und die derzeitige Situation im Südburgenland.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 20. September 2017 (01:36)

Was war das für ein österreichisches Fußball-Sommermärchen… Das ÖFB Frauen-Nationalteam schaffte mit dem Einzug ins Semifinale der EM in den Niederlanden Historisches und war plötzlich in aller Munde. Dabei schnupperte man gar am großen Ganzen, aber im Elfmeterschießen war gegen Dänemark Schluss – nur ein kleiner Makel hinter einer herausragenden Leistung, die ihre Wurzeln im Südburgenland hatte.

Denn die Frauen mit Spielführerin Viktoria Schnaderbeck bereiteten sich im AVITA-Resort in Bad Tatzmannsdorf vor und werden auch ihr Trainingslager für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2019 dort absolvieren. Diesen neu gewonnenen Elan gilt es nun volley auf die kickende Damenzunft des Südens auszuweiten. Derzeit nehmen mit dem FC Südburgenland und dem ASKÖ Goberling nur zwei Mannschaften aktiv an einer Meisterschaft teil. Wann, wenn nicht jetzt, gibt es die Möglichkeit dies auszubauen, oder zumindest die Basis für eine Zukunft mit mehr Frauenfußball zu schaffen?

Aktives Auftreten und Werben in diversen Volks- oder Mittelschulen könnte helfen. Schnuppertrainings für junge Mädchen – warum nicht? Klar ist, dass dieser Schwung nur im Erfolgsfall eine Chance besitzt. Und der ist aktuell so groß, dass es schade wäre, ihn einfach so verpuffen zu lassen.