Endlich raus aus der Komfortzone

Erstellt am 29. November 2017 | 01:51
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Patrick Bauer über den Wechsel auf der Trainerbank des SV Großpetersdorf.

So wirklich zur Ruhe kommt der SV Großpetersdorf nicht. Es riecht zur Winterpause 2017/18 sportlich – wieder einmal – nach Abstiegskampf in der 2. Liga Süd und zudem muss man sich nach dem Rückzug von Ludwig Tuba am Freitag auch nach einem neuen starken Mann auf der Trainerbank umsehen. Dieser kämpft dann ab Mitte Jänner mit den gleichen Problemen, wie der zuletzt scheidende Coach.

Mit ganz großem Ehrgeiz, mehr als den Status quo zu erreichen, ist die kickende Zunft beim Traditionsklub nicht gesegnet. Dabei wäre so viel möglich, denn nur wenige Vereine im Süden schöpfen aus einem so großen und insgesamt auch sportlich so gutem Reservoir an einheimischen Fußballern, die vieles mitbringen, um erfolgreiche Ergebnisse zu liefern. Zu selten bringt man das Potenzial aber auch auf die Wiese, weil der letzte Schritt, die letzte Bereitschaft, der letzte Wille viel zu oft fehlt.

Natürlich war auch Tuba nicht frei von Fehlern. Er wollte „sein“ System durchbringen, offensiv und aggressiv verteidigen, was schwierig wird, wenn nicht alle folgen und so Löcher innerhalb des Konstruktes entstehen, die gute Mannschaften in der Liga eben schon zu nutzen wissen. Die Quintessenz wird sich aber auch unter neuem Coach nur dann ändern, wenn Eifer über Talent obsiegt. Und da beginnt beim SVG schon die erste Problemzone.