Jetzt nur keine Radikalumkehr . Patrick Bauer über den SC Buchschachen, der trotz Abstieg seiner Linie treu bleiben sollte.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 21. Juni 2017 (05:17)

Als der ASK Kohfidisch vor fünf Jahren aus der BVZ Burgenlandliga abstieg, fand ein anderer Verein den Weg in die höchste Spielklasse des Landes: der SC Buchschachen! Damals als „Jahrtausend-Märchen“ tituliert, würdig mit drei Fußballfesten vor knapp 1.000 Besuchern begangen, zeigt sich der Erfolgslauf vorerst gestoppt.

Der SCB, der in der vergangenen Dekade von Titel zu Titel eilte und noch im Vorjahr den zweiten Platz hinter Allhau belegte, steigt in die 1. Klasse ab. Das hatte diverse Gründe, denn der Kader war vieles, nur nicht „abstiegsreif“. Vor allem die Defensive war richtig gut aufgestellt, aber aufgrund Verletzungssorgen und unglücklicher Spielverläufe, geht es nun runter.

Schade, denn der Weg, nur auf einheimische Kicker zu setzen, machte sich nicht bezahlt. Jetzt werden einige wie etwa David Hagenauer (Pinkafeld) oder Tormann Patrick Weber (Dt. Kaltenbrunn) wechseln, weitere stehen auf dem Sprung. Einerseits verständlich, sich fußballerisch nach oben zu orientieren, aber für die Vereinsführung, die vieles in den „neuen SCB“ investierte, auch immens bitter.

Jetzt braucht es Legionäre, um nicht gänzlich abzustürzen, denn ohne wird es nicht gehen – kein Problem, wenn man die Linie des Vereins im Auge behält und nicht komplett davon abweicht.