Konsequentes Tun statt Sesselkleben. Patrick Bauer über das Aus von Harald Bacher als Trainer in Rudersdorf

Von Patrick Bauer. Erstellt am 18. April 2018 (01:58)

Fußball ist nicht immer gerecht und schon gar nicht immer erklärbar. Da blieb der USV Rudersdorf im Frühjahr 2017 knapp 20 Spiele lang ungeschlagen und lief am Ende auf Rang vier ins Ziel der 2. Liga-Saison ein, um das auch zur Hinrunde 2017/18 wieder zu bestätigen. Der Aufstieg war nie Thema, sondern man wollte eine ähnlich gute Rolle wie zuletzt spielen, junge Kicker forcieren und sich stetig weiterentwickeln. Bis vor knapp vier Wochen ging das auch nahtlos auf, ehe die quasi selbe Mannschaft, die zuletzt noch im Oberwarter Informstadion 1:1 kickte, nacheinander viermal verlor, dabei kein Tor erzielte und in einen Negativstrudel geriet, der nicht mehr aufzuhalten war. Am letzten Samstag hieß es dann gegen Jennersdorf 0:3 und Trainer Harald Bacher, der zweieinhalb Jahre sehr erfolgreich arbeitete, legte seine Ämter nieder.

Es war eine konsequente Entscheidung Bachers, der sich selbst als Rudersdorfer sieht und nicht an seinem Stuhl kleben bleiben wollte. Weil ihm der USV wichtig ist. Und genau dieses beharrliche Tun wird den Traditionsverein, der vielleicht nur an einer klitzekleinen Stellschraube drehen muss, retten. Die Qualität ist ja sowieso da, einzig das Vertrauen fehlt. Sehr wahrscheinlich, dass das nun mit einem frischen Impuls schnell zurückkehrt – auch dank Bacher.