Krise beenden? Wohl eher nicht. Patrick Bauer über die Vorzeichen vor dem „El Clasico“ auf der ehrwürdigen Pinkafelder Wiese.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 19. September 2018 (01:58)

Ein Jahr Abstinenz reicht dann vollkommen. Am Samstag treffen sich der SC Pinkafeld und der SV Oberwart, die sich bis zur Saison 2014/15 in Pflichtspielen lange aus dem Weg gingen, endlich wieder und weil der SVO im Vorjahr in der 2. Liga kickte, ist die Vorfreude auf den „El Clasico“ des Südens in der Burgenlandliga immens. Das Pinkafelder Stadion wird gut gefüllt sein, auch weil die Konkurrenz ihre Spiele auf andere Termine legte. Die Ausgangslage ist so klar wie lange nicht, denn der SCP geht als Favorit ins Duell mit dem Nachbarn. Vielleicht gar nicht so sehr fußballerisch, sondern von der mentalen Seite, denn der SVO steckt mittlerweile in einer handfesten Krise, was der letzte Tabellenplatz ohne Sieg auch bekräftigt. Es hakt im Defensivverbund, es hakt in der Offensive und auch die Spielverläufe meinten es zuletzt nicht gut mit der Elf von Jürgen Halper.

Ganz anders das Team von Florian Hotwagner, das zuletzt in Ritzing beim 0:0 remisierten und dann ein 1:0 gegen Siegendorf folgen ließen. Die Pinkafelder wirken gefestigter, während der SVO noch an der Abstimmung feilt. Ob die im Derby gelingt, bleibt abzuwarten. Denn auch wenn bei Lokalschlagern wie diesem traditionell besondere Emotionen und somit auch Gesetzmäßigkeiten vorherrschen: Alles andere als ein Heimerfolg wäre nüchtern betrachtet eine Überraschung.