Pratl hätte sich Allhau verdient. Patrick Bauer über den Trainerwechsel beim SC Pinkafeld, der ein bisschen verfrüht erfolgte.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 10. Mai 2017 (03:24)

Was haben Sandor Homonnai, Andi Konrad und Thomas Pratl gemeinsam? Alle drei arbeiteten bis vor etwas mehr als einer Woche in der BVZ Burgenlandliga bei diversen Süd-Klubs und alle drei werkten zudem für einige Zeit beim SC Pinkafeld.

Natürlich kann man die Situationen schwer vergleichen, da schon Gras über die ehrwürdige Pinkafelder Wiese wuchs, aber während man Homonnai kurz vor dem Titel in der 2. Liga Süd aus seinem Amt enthob, verlief es auch bei Konrad zu einem Zeitpunkt, der unglücklich gewählt war. Damals hatte man Thomas Pratl in der Hinterhand, der sich als Jung-Coach in der steirischen Oberliga bei Sonnhofen erste Meriten erwarb und als Pinkafelder Sonderstatus genoss. Diese Liaison endete nun nach dem 0:0 gegen SV Stegersbach, der tabellarisch nicht ganz zur Spitze zählen mag, aber dennoch mit das Beste in der Liga darstellt.

Natürlich ist es Usus, dass bei einer solchen Negativspirale (sechs Niederlagen, ein Remis), der Trainer infrage gestellt wird und auch zur Verantwortung gezogen werden kann – vor allem auch, weil man sich in der Entwicklung schon weiter wähnte, als in der Tabelle abzulesen war. Trotzdem: Ein bisschen Bonus oder zumindest das Derby am Samstag in Allhau hätte sich Pratl aber noch verdient gehabt, denn oben hielt er den Traditionsklub in seiner Ära immer.