Schade drum, aber folgerichtig. Über den beinahe schon fixen Abstieg des ehemaligen Krösus aus Stegersbach.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 03. April 2019 (02:18)

Nun sind auch die allerletzten Fünkchen Hoffnung zerschlagen: Der SV Stegersbach, vor einigen Jahren noch der Dampfer des Südens, mit legendären Ostliga-Duellen, wird aus der Burgenlandliga absteigen. Was nach dem 1:2 gegen Kohfidisch vor zwei Wochen schon mehr oder minder feststand, wurde mit dem 1:4 in Allhau bestätigt. Das Aufbäumen fehlte und man ergab sich seinem Schicksal.

Eines, das man sich mit Oberwart und Neuberg teilt, denn auch die langjährigen Konkurrenten in höherklassigen Sphären mussten nach teils schwachen Hinrunden 2017 respektive 2018 runter. Der Umbruch im Sommer, als sehr viele junge und talentierte Kicker den SVS verließen, war zu groß. Im Herbst fehlte es an Tiefe im Kader, nun an den Ergebnissen. Das vermeintlich Positive dabei? Frühe Planungssicherheit – das „Werkln“ am 2. Liga-Kader soll schon begonnen haben.

Schade um die tolle Infrastruktur samt Stadion, aber der Abstieg bleibt verdient. Alleine vier Trainer – Lukas Poglitsch, die Interims-Coaches Armin Kulovits und Hannes Thier und nun Sandor Homonnai – sprechen Bände. Einfach wird es auch weiter unten nicht: Oberwart profitierte von der Treue der Kicker, Neuberg von seinen Routiniers und Stegersbach? Diese brauchen nun ein Fundament an Führungsspielern. Da kam man heuer nämlich nicht über den Grundriss hinaus.