Trotz tollem Jahr: Vorsicht geboten.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 14. Juni 2017 (02:42)

In dieser Form war es überraschend: Der SV Neuberg holte sich nicht nur die Krone als „bester Südklub“ ab, sondern schaffte nach dem 6:3 in Schattendorf gar den Vizemeistertitel in der BVZ Burgenlandliga. Ein Erfolg, der mit dem Triumph 2012/13 gleichzusetzen ist, denn damals war der Kader nicht nur breiter aufgestellt, sondern mit Kickern, die am Höhepunkt ihrer Schaffenskraft daherkamen, gespickt. Das ist nun anders, denn Michi Strobl, Kristyian Georgiev und wie sie alle heißen, haben das noch vor sich. Und genau da liegt auch die Krux, was einen Aufstieg in die Regionalliga Ost in den kommenden Jahren zur Utopie verkommen lässt, denn: Die ersten Abgänge – Strobl (SVM Amas) und Dominik Weiss (Stegersbach) – stehen quasi schon fest. So läuft das Geschäft und spricht auch für die Arbeit im Nachwuchsbereich in Neuberg samt seiner Spielgemeinschaften mit den umliegenden Gemeinden.

Für die neue Saison ist Vorsicht geboten, denn vieles lief einfach extrem gut. Davon ist nicht immer auszugehen. Vielleicht findet man sich im Herbst 2017 am anderen Ende der Tabelle wieder, wo dann ungewohnte Drucksituationen entstehen, die an den Nerven zehren. Da braucht es weiter eine gute Mischung innerhalb des Kaders aus hoffnungsvollen Talenten und gestandenen Burgenlandliga-Kickern.