Von der Pflicht wieder zurück . Über den SV Eltendorf, der sich über den Winter zuletzt neu erfinden musste.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 29. Januar 2020 (00:41)

Knapp eineinhalb Jahre ist es her, als man sich beim SV Eltendorf auf die Fahnen schrieb, zur ersten Anlaufstelle südlicher Talente werden zu wollen. Das funktionierte zur Spielzeit 2018/2019 vor allem mit der Endplatzierung als Vierter sehr gut, auch wenn man da und dort die nötige Konstanz vermissen ließ. Man durfte sich nach Saisonende die Südkrone der Burgenlandliga aufsetzen – ein schöner Erfolg für den Traditionsverein. Im Sommer konkretisierte man den Weg, verjüngte den Kader abermals, holte mit Denis Kulovits einen dynamischen Trainer, um dann in diesem Winter die kalte Dusche serviert zu bekommen: Gleich sechs einheimische Kicker, die zur Startelf oder zumindest zum engeren Kader gehörten, verließen den 13. und wandten sich neuen Aufgaben zu.

Manche Transfers passierten mit Vorlauf, andere Abgänge kamen überraschend. So war man gezwungen, die Richtung zu verlassen. Gerne tut man das nicht, wobei der Spagat zwischen Ligaerhalt und der dazu nötigen Qualität sehr schmal bleibt. Vier Kroaten holte man sich ins Boot, mit Marko Nikolic sind es fünf. Ziel: oben bleiben, denn um viel mehr geht es nicht. Das hat Priorität, ehe man sich dann wieder seiner Wurzeln besinnen sollte. Unabhängig der fußballerischen Qualität, denn die war beim 9:1 über Mühlgraben zuletzt schon beeindruckend.