Stadtpartei steht vor Veränderung. Michael Pekovics über die Oberwarter SPÖ im Jahr der Gemeinderatswahl.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 08. März 2017 (08:48)

Die Oberwarter SPÖ steht einige Monate vor der Gemeinderatswahl vor großen Herausforderungen. Der Streit zwischen Vize Dietmar Misik und Stadtrat Ewald Hasler ist zwar offiziell nach einer Entschuldigung von Misik beigelegt, der schlechte Nachgeschmack bleibt aber dennoch bestehen. Als Beobachter hat man das Gefühl, die Stadtpartei „kämpft“ eher mit sich selbst, als mit den politischen Mitbewerben. Das sind keine guten Voraussetzungen für die bevorstehende Gemeinderatswahl.

Als nächsten Schritt will sich Misik aus der Funktion des Obmanns zurückziehen, um die Stadtpartei breiter aufzustellen. Grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung, der aber etwas zu spät kommt. Schließlich ist die SPÖ von heute kaum mit jener von vor fünf Jahren vergleichbar – einige Gemeinderäte traten zurück oder gleich aus der Partei aus. Die Verantwortlichen hätten jetzt einige Jahre Zeit gehabt, um das Fundament für den bevorstehenden Wahlkampf neu aufzubauen. In der aktuellen Situation wird es für jeden Spitzenkandidaten schwer werden, Erfolg zu haben – egal wie dieser dann schlussendlich heißt.