60 Prozent mehr Wasserverbrauch in Oberwart. Trotz des enormen Anstiegs beim Verbrauch um zwei Drittel hat der WVSB eine Reserve von vier Millionen Liter täglich.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 15. November 2017 (05:49)
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In Eitzersthal und Wischathal musste das Wasser am Wochenende abgekocht werden, am Montag konnte Stefan Zach, Sprecher der EVN, bereits wieder Entwarnung geben.Shutterstock/gopixa
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Mit dem Beginn der niederschlagsreichen Zeit ist es für den Wasserverband Südliches Burgenland (WVSB), der insgesamt 30 Gemeinden versorgt, Zeit für eine Bilanz. Denn über den heißen Sommer hinweg wurde der oberflächennahe Grundwasserspiegel aufgrund ausbleibender Niederschläge immer weniger, jetzt hofft man auf viele Niederschläge, damit sich die Speicher wieder füllen können.

Christian Portschy ist Geschäftsführer des Wasserverbandes Südliches Burgenland.
BVZ

Doch obwohl einige teilversorgte Gemeinden mitversorgt werden mussten, bestand nie die Gefahr des Wassermangels. „Die Verbrauchswerte lagen teilweise um über 60 Prozent über dem Durchschnitt, dennoch hatten wir noch Reserven von rund 30 Prozent, also rund vier Millionen Liter Wasser täglich“, sagt WVSB-Geschäftsführer Christian Portschy.

„Zusammenarbeit spart Konsumenten Geld“

„Wir haben aus einem ehemaligen Wassernotstandsgebiet eines der bestens aufgeschlossenen Gebiete gemacht.“ Zeit zum Ausruhen gibt es für Portschy und sein Team aber nicht, denn die Herausforderung der Zukunft heißt Erneuerung des Leitungsnetzes, um Wasserverluste zu reduzieren, und Erschließung neuer Wasserspender – und appelliert im Zuge dessen an die Bürgermeister: „Am billigsten sind Sanierungen, wenn sie gemeinsam mit anderen Tiefbauten, wie etwa Kanal- oder Internetverkabelungen durchgeführt werden. Dann werden nämlich die Kosten für die Wiederherstellung der Straße aufgeteilt, was unterm Strich dem Konsumenten jede Menge Geld erspart“, betont Portschy.