Doskozil verordnet Neustart für Spital. Neustart für Planungen wurde in Betriebsversammlung angekündigt. 160 Millionen Euro Baukosten sind „historischer Wert“.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 31. Januar 2018 (05:29)
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Bei einer Betriebsversammlung vor rund 150 Mitarbeitern im Krankenhaus gab Landesrat Hans Peter Doskozil in der Vorwoche bekannt, dass das Projekt für den Neubau derzeit ganz genau geprüft werde und die Gespräche mit der Steiermark wieder aufgenommen werden.

„Der Neubau ist unbestritten, aber die Planungen zu hinterfragen ist legitim“, sagte der Landesrat. „Das Projekt ist in einem größeren Zusammenhang zu sehen, vor allem was die Steiermark betrifft.“ Die Standortgarantie für alle fünf burgenländischen Krankenhäuser bleibt laut Doskozil aber aufrecht.

„Der Neubau ist unbestritten, aber die Planungen zu hinterfragen ist legitim“

„Wir müssen uns überlegen, wie wir zukünftig das Gesundheitssystem vor allem im Spitalsbereich so organisieren, dass es auch finanzierbar ist. In naher Zukunft wird es eine Antwort auf die Frage geben, wie, in welcher Form und in welcher Dimension das Krankenhaus neu gebaut wird“, sagte der Landesrat. Die in der Vergangenheit immer wieder als Kosten genannten 160 Millionen Euro bezeichnete der Landesrat als „historischen Wert“, in dem etwa der Baukostenindex nicht mit eingerechnet sei.

Opposition spricht von „Eingeständnissen“

Von der Opposition kommt grundsätzlich Zustimmung zum geplanten Planungsneustart, vor allem was die Gespräche mit der Steiermark betrifft, es gibt aber auch Kritik. „Das ist ein Eingeständnis der falschen rot-blauen Politik, Doskozil muss jetzt alle Versäumnisse aufarbeiten“, sagt ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner.

Der Grüne Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller erwartet sich, dass „professionelle Arbeit geleistet wird“ und „man bei den Planungen nicht an den Landesgrenzen haltmachen darf“. NEOS-Regionalkoordinator Eduard Posch begrüßt den Neustart sogar ausdrücklich: „Respekt für diese Entscheidung. Beim Neustart muss vor allem auch der Standort geprüft werden, wir fordern abermals eine umfassende Standortanalyse.“