Heilstättenschule feiert 30-Jahr-Jubiläum. Seit 30 Jahren werden stationär aufgenommene Kinder auf der Kinder- und Jugendabteilung im Krankenhaus Oberwart betreut. Ein Einblick in den Schulalltag.

Von Carina Fenz. Erstellt am 18. Oktober 2019 (03:19)
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Glückwünsche kamen u. a. von Knut Becha, Mag. Klaus Schermann, LRin Daniela Winkler, Silke Krutzler, Günter Valika, Anton Schuch und Eva Kainz

Seit 30 Jahren werden Kinder, die auf der Kinder- und Jugendabteilung im Krankenhaus Oberwart stationär aufgenommen sind, in der Heilstättenklasse pädagogisch betreut. Pro Jahr werden rund 350 Kinder im Alter zwischen 6 und 16 Jahren unterrichtet. Im Zuge der Jubiläumsfeierlichkeiten lud man zu einer ganz besonderen Veranstaltung und gab einen Einblick in den nicht ganz so alltäglichen Schulalltag.

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KRAGES-Geschäftsführer Harald Keckeis, Landesrätin Daniela Winkler, Petra Mikovits, Hannah Grandits und Primar Robert Bruckner.

Mit Hannah Grandits, die unter anderem Burgenlands jüngste Gemeindevorständin ist, war auch eine ehemalige Schülerin am Podium, die ihre eigene Geschichte zu dieser ganz speziellen Schule erzählte. Bei der mittlerweile 21-jährigen Stinatzerin wurde im Alter von 16 Jahren Epilepsie diagnostiziert. Einige Krankenhausaufenthalte folgten und somit wurde sie Dauergast in der Heilstättenklasse, die von Petra Mikovits geleitet wird. „Gerade zu Beginn, als meine Krankheit diagnostiziert wurde, war es keine einfache Zeit für mich. Die Schule und insbesondere Petra Mikovits haben mir sehr in dieser Zeit geholfen. Ich habe hier, abgesehen vom Lernstoff, Dinge gelernt, die ich sonst nicht gelernt hätte. Jeder von uns Schülern war gleich und hatte seine eigene Geschichte zu erzählen und das hat den Alltag im Krankenhaus ungemein aufgelockert“, erzählt Grandits.

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Oberärztin Dr. „Kristina Kranich“, DGKP „Kristian Krake“ und „Krasimir“, der kleine Drache, begleiten zukünftig Kinder auf der Pädiatrie im Krankenhaus Oberwart durch ihren Spitalsaufenthalt. Nach der Idee von Petra Mikovits wurden die Maskottchen von der Oberwarterin Jutta Ochsenhofer gezeichnet. „In weiterer Folge soll ein Kinderbuch entstehen“, kündigt KRAGES-Geschäftsführer Harald Keckeis an.

Und genau da setzt auch Pädagogin Petra Mikovits an. „Wir sind nicht nur dazu da, die Aufgaben zu erledigen, sondern den Kindern und Jugendlichen auch Zeit und Raum für deren Befindlichkeiten zu geben und zu vermitteln, dass es immer weitergeht. Der Spaß darf natürlich auch nicht zu kurz kommen“, gibt Mikovits einen Einblick.

Anerkennung für die Arbeit gab es auch von Landesrätin Daniela Winkler. „Zum einen wird mit dem Unterricht das Defizit, das durch die Abwesenheit entsteht, ausgeglichen und zum anderen ist der Unterricht eine willkommene Abwechslung während des Krankenhausaufenthaltes. Ich begrüße und unterstütze diese Initiative.“

Dem schließt sich auch der Abteilungsvorstand der Kinder- und Jugendabteilung, Primar Robert Bruckner an. „Wir blicken auf eine Erfolgsgeschichte zurück. Unsere Schule wird mit Leben erfüllt, das macht unsere Heilstättenlehrerin, Petra Mikovits, perfekt.“