Primariate vor Vergabe. Oberwart: Andreas Ochsenhofer hat sich im Bewerbungsverfahren für die Leitung der neuen Abteilung für Innere Medizin I durchgesetzt. Ein positiver Abschluss wird in Kürze erwartet.

Von Carina Fenz. Erstellt am 10. Januar 2021 (04:07)
Der Oberwarter Andreas Ochsenhofer soll die Leitung der Abteilung für Innere Medizin I übernehmen.
BVZ

Wie die BVZ bereits berichtete, stellt sich das Krankenhaus — auch im Hinblick auf den Neubau — im Fachgebiet Innere Medizin neu auf. Damit soll Oberwart als Schwerpunktspital der Südostregion sowohl die Versorgung der Allgemeinen Inneren Medizin garantieren, wie auch die Spezialisierung und die Ausbildung in den sich rasant entwickelnden „Internistischen Sonderfächern“ forcieren, wie beispielsweise in der Kardiologie, der Onkologie oder der Nephrologie. Dazu wird die derzeitige Abteilung für Innere Medizin in zwei Abteilungen geteilt.

Die beiden Primariate als Leitung der zwei neuen Abteilungen (Interne I und II) waren bis 23. Juli ausgeschrieben.

Ein erster Name für eines der beiden zu besetzenden Primariate ist bereits durchgesickert. Andreas Ochsenhofer, Facharzt für Innere Medizin und spezialisierter Kardiologie, soll ein Fachgebiet leiten.

Seitens der KRAGES bestätigt man offiziell die Gespräche mit dem Oberwarter und betont, dass ein positiver Abschluss in Reichweite sei. Ochsenhofer betreibt seit 2008 eine Ordination in Oberwart und seit 2016 das interdisziplinär- wahlärztliche Medizinzentrum im Oberwarter Citypoint und ist als interventioneller Kardiologe im Herz-Katheterzentrum des Klinikums Favoriten (ehemals KFJ-SMZ-Süd) in Wien tätig.

Die beiden neuen Abteilungen für Innere Medizin sollen 31 Betten und eine Herzüberwachung mit sechs Überwachungsbetten für die stationäre Versorgung haben. Für den Neubau des Krankenhauses plant die KRAGES auch ein Herzkatheter-Labor (minimalinvasive Herzuntersuchungen) zu errichten, welches eine der wesentlichen medizinischen Innovationen des neuen Hauses sein wird und zur Abteilung I gehören wird, welche Ochsenhofer leiten soll.

Zur Abteilung für Innere Medizin II werden neben der Allgemeinen Inneren Medizin noch Gastroenterologie (Magen-Darm-Gesundheit), Onkologie (Krebsbehandlung, 13 Betten) und Palliativmedizin (8 Betten) zugeteilt. Eine ambulante Behandlungseinheit und eine Tagesklinik sind an die Abteilung II angegliedert. Das neue Krankenhaus soll nach einem Probebetrieb 2024 in Betrieb gehen. Investiert werden bis zu 235 Millionen.