Start für neue Ära in der Herzmedizin

Erstellt am 23. Juni 2022 | 05:48
Lesezeit: 3 Min
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Primarius Andreas Ochsenhofer und Oberarzt Fritz Freihoff im neuen Herzkatheterlabor im KRAGES-Krankenhaus Oberwart, in das eine Million Euro investiert wurde.
Foto: CarmenNeumann-Strobl
Im Krankenhaus ist eine neue kardiologische Spezialabteilung inklusive Herzkatheter-Einheit in Betrieb gegangen. Die KRAGES hat rund eine Million Euro in das Labor investiert. Im neuen Spital folgen ab 2024 dann weitere Schritte in Richtung Akutversorgung.
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Seit März des Vorjahres leitet Andreas Ochsenhofer die Interne Abteilung im Krankenhaus. Der Oberwarter, der als Koryphäe auf dem Spezialgebiet der Kardiologie gilt und seit 2008 eine Ordination in Oberwart und seit 2016 das interdisziplinär-wahlärztliche Medizinzentrum im Oberwarter Citypoint betreibt, hat damit bereits zwei Jahre vor dem Start des neuen Krankenhauses eine vollwertige interventionelle Kardiologie aufgebaut.

Mitte Juni wurde auch erstmals im Südburgenland per Koronar-Angiographie minimal-invasiv ein Stent gesetzt, um eine lebensbedrohliche Gefäßverengung am Herzen zu behandeln. Mit dem Umzug ins neue Krankenhaus im Jahr 2024 wird man auch eine Akutversorgung auf diesem Gebiet anbieten.

Zusätzlich zur Technik auf neuestem Stand setzt man in Oberwart auch auf die österreichweite und internationale Zusammenarbeit: Fritz Freihoff vom Wiener Klinikum Favoriten beispielsweise ist auch Oberarzt in Oberwart. Weiters kooperiert das Team Ochsenhofer regelmäßig mit Primarius Martin Martinek und Oberarzt Georgios Kollias von der Kardiologie des Krankenhauses der Elisabethinen in Linz, mit Günter Christ, dem Leiter des Herzkatheterlabors im Klinikum Favoriten in Wien sowie mit Leif-Hendrik Boldt von der Charité in Berlin.

Für Patientinnen und Patienten ist der frühere Start des umfassenden kardiologischen Angebots ein großes Plus, ist Ochsenhofer überzeugt. „Für invasive Diagnostik und Therapie muss man bei uns mit einem Spitalaufenthalt von nicht mehr als drei Tagen rechnen“, erläutert der Primar.

Ebenfalls neu angeboten werden elektrophysiologische Untersuchungen bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Hier hat man bereit über 100 Eingriffe durchgeführt. Eine beachtliche Zahl, mit steigender Tendenz: „So können wir atriale Tachykardie (Vorhofrhythmusstörung) mit einer in Österreich bisher einzigartigen Technologie behandeln“, erklärt Ochsenhofer. Möglich sind auch Implantationen von Herzschrittmachern, Defibrillatoren und anderen Devices in Kooperation zwischen der Kardiologie und der Chirurgie im Krankenhaus Oberwart.

Voll des Lobes ist auch KRAGES-Aufsichtsratsvorsitzender Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Über die Grundversorgung der Menschen hinaus legen wir im Burgenland auch Wert auf Spitzenmedizin, die allen zugutekommt. Das neue Herzkatheterlabor ist ein Beispiel dafür. Primar Ochsenhofer und sein Team bieten hier etwas an, was es in dieser Form im Südburgenland noch nicht gegeben hat. So wie in der Kardiologie in Oberwart wollen wir für alle Spitalstandorte im Land die besten Leute holen und die Top-Expertinnen und -Experten, die schon in unseren Teams sind, halten.“

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