Mit der Feuerwehr Litzelsdorf gemeinsam durch Krisen. Feuerwehrleute, aber auch Betroffene von Einsätzen, erleben oft kaum Verarbeitbares, die Feuerwehr Litzelsdorf hilft nun bei der Einsatznachbearbeitung.

Von Rosa-Stefanie Nutz. Erstellt am 13. November 2020 (04:27)
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Familie Zaloha freute sich, das Team der Feuerwehr zur Einsatznachbearbeitung im Feuerwehrhaus besuchen zu dürfen.
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Im Spätsommer dieses Jahres passierte Familie Zaloha, wovor so viele Angst haben, sie hatte einen Autounfall. Dieser ging zwar glimpflich mit einem Blechschaden aus, dennoch saß den vier Beteiligten der Schrecken tief in den Knochen. Vor allem die beiden involvierten Kinder konnten kaum begreifen was geschah.

Verarbeitung auch für Feuerwehr wichtig

Extremsituationen, wie diese, erleben Feuerwehrleute regelmäßig bei Einsätzen mit, und trotz Routine ist es auch für sie oft schwer, das Erlebte mit Distanz zu betrachten und zu verarbeiten.

Aus diesem Grund entschloss sich die Feuerwehr freiwillig Einsatznachbearbeitung, sowohl für Kameraden, als auch Betroffene von Einsätzen anzubieten. Durch sogenannte „Feuerwehr-Peer-Ausbildungen“ werden Kameraden gezielt geschult, bei der Stressverarbeitung nach sehr belastenden Einsätzen und Erlebnissen Hilfestellungen zu geben. „Direkt betroffene Personen erhalten zumeist Unterstützung durch die Krisenintervention, aber auch indirekt betroffenen Personen werden in die Aufarbeitung von Ereignissen mit eingebunden. Hier liegt das Augenmerk auf Ersthelfern, Beifahrern, und Kindern,“ erklärt Iris Gerger, die sich gerade in der Ausbildung zum „Feuerwehr -Peer“ befindet.

Besondere Wichtigkeit für Kinder

Besonders für Kinder sei dies extrem wichtig betonte auch Feuerwehrkommandant Andreas Balla noch einmal. Dieser freute sich deswegen besonders, auch die Familie Zaloha noch einmal im Feuerwehrhaus begrüßen zu dürfen. Gerade der kleine Aslan zeigte sich sehr interessiert an den Feuerwehrfahrzeugen, durfte dieses erkunden und anschließend sogar mitfahren. „Szenen der Begeisterung und Freude wie diese bestärken uns noch einmal in unserer Arbeit,“ freut sich das Team der Feuerwehr.