Omas & Co. gegen Rechts. Aus Solidarität mit Flüchtlingen fanden am Wochenende in ganz Europa Aktionen statt. Im Oberwarter Stadtpark demonstrierte man gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:25)
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Demonstrierten mit Plakaten ihren Unmut. Die „Omas gegen Rechts“ gemeinsam mit Mitgliedern der Flüchtlingsinitiative Südburgenland, SOS Mitmensch und Flüchtlingen beim Aktionstag im Oberwarter Stadtpark.
BVZ

Da waren Omas mit bunten Mützen und Trillerpfeiffen. „Und Buttons haben wir jetzt auch“, erzählt Gabriele Huterer von der Initiative „Omas gegen Rechts Südburgenland“.

Gemeinsam mit SOS Mitmensch und der Flüchtlingsinitiative Südburgenland taten die „Omas gegen Rechts“ im Zuge eines europaweiten Aktionswochenendes im Oberwarter Stadtpark ihren Unmut gegen Abschiebungen von Flüchtlingen aus Afghanistan kund. „Menschen dürfen nicht in ein Land zurückgeschoben werden, wo Krieg herrscht, wo es keine Sicherheit gibt oder Menschenrechte nicht eingehalten werden“, bringt es Gabriele Huterer auf den Punkt.

„Gegen Omas hat man schon Beißhemmungen“

Rund 90 Personen nahmen laut den Veranstaltern an der Kundgebung teil. Reden wurden gehalten, die Zahlen Toter und Verletzter Afghanen im Zuge von Terroranschlägen der letzen beiden Jahren vorgelesen. „Allein im Jänner dieses Jahres verloren 169 Menschen bei fünf Terroranschlägen binnen eines Monates in Afghanistan ihr Leben. Menschen in so ein Land zurückzuschicken, ist Wahnsinn und das sind nur die offiziellen Zahlen, die inoffiziellen sind um ein Vielfaches höher“, berichtet Huterer von den „Omas gegen Rechts“.

Zeichen gegen eine rassistische Asyl- und Ausländerpolitik

Rund 30 Frauen gehören der Initiative im Südburgenland bereits an – Tendenz steigend. Die Obfrau erklärt sich das wie folgt: „Gegenüber älteren Frauen hat man schon eine gewisse Beißhemmung. Wir ‚Omas gegen Rechts‘ wollen Zeichen gegen eine rassistische Asyl- und Ausländerpolitik der Regierung setzen.“

Dass allerdings nicht alle Leute der älteren Generation im Bezirk diese Meinung teilen, wurde bei der Kundgebung auch deutlich. „Ein paar Omas wurden verbal scharf angegriffen, als sie am Bauernmarkt gleich nebenan Flugblätter verteilten. Man wolle sich von Flüchtlingen nicht die Pension wegnehmen lassen, hieß es etwa.“