Natur und Umwelt: Blumen statt Mähen. Die Gemeinde Litzelsdorf und der Naturschutzbund wollen im Rahmen eines Projekts mehr blühende Wiesen schaffen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 23. Juli 2017 (05:42)
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Mehr Blumenpracht in die Gemeinde. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund will Litzelsdorf mehr Lebensräume für kleine Tier schaffen – und auch das Auge der Betrachter erfreuen.
BVZ, bilderbox

Die Gemeinde wird diese Sommer bunter und das hat einen Grund: In Kooperation mit dem burgenländischen Naturschutzbund wurde beschlossen, die Wegränder und Straßenböschungen heuer etwas später zu mähen, damit die blühenden Blumen ihre volle Pracht entfalten können. „Die Verkehrssicherheit darf dabei nicht zu kurz kommen, auf freie Sicht wird natürlich geachtet“, betont Bürgermeister Peter Fassl (ÖVP), der sich für den heurigen Sommer auch etwas von der Bezirkshauptstadt Oberwart abgeschaut hat: „Mir gefallen die Blumenwiesen in den Kreisverkehren, diese Samen werden wir demnächst auch streuen.“

Durch die Maßnahmen sollen auch die Bürger dazu motiviert werden, das eine oder andere Stück Rasen stehenzulassen und damit vielen Tieren als natürlichen Lebenraum zur Verfügung zu stellen. Dazu passt auch, dass die Gemeinde in ihrer jüngsten Gemeinderatssitzung den Verzicht auf das Spritzmittel Glyphosat bestätigt und verlängert hat – im jüngst in der BVZ veröffentlichten „Glyphosat-Radar“ von Greenpeace war Litzelsdorf noch nicht enthalten. „Nach meinem Anruf bei Greenpeace wurde das aber sofort nachgetragen“, freut sich Ortschef Fassl.