Training für den OP-Saal. Primar Martin Fabsits organisierte mit Kollegen einen Operations-Workshop für Gynäkologen aus dem In- und Ausland. Trainiert wurde die Laparoskopie.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 08. Dezember 2018 (12:57)
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Martin Fabsits, Mario Szvetits, Viktoria Handler und Rene Laky organisierten einen Workshop für Gynäkologen.
KRAGES/Szemeliker.

Zwei Dutzend Gynäkologen aus Österreich und dem Ausland trafen sich in Loipersdorf zu Vorträgen und zum Operationstraining. Organisiert wurde der Workshop vom Oberpullendorfer Gynäkologie-Primar Martin Fabsits, seinem ehemaligen „Schüler“ Rene Laky, Oberarzt für Gynäkologie am Grazer Universitätsklinikum sowie Kommmunikationsberater Mario Szvetits, die alle gebürtige Südburgenländer sind.

KRAGES

„Wir wollten das unbedingt im Burgenland machen. Die Kollegen würden sonst vielleicht nie hier herkommen. Alle sind begeistert von der Gegend und der Gastfreundlichkeit hier“, sagt Laky, der seit mehreren Jahren solche Fachworkshops organisiert. „Die Laparoskopie, also die Bauchspiegelung, ist eine Domäne der Gynäkologie. Wir waren die ersten die so minimal-invasiv zu operieren begonnen haben“, sagt Martin Fabsits, der Pionierarbeit geleistet hat.

„Der Zugangsweg ist nicht einfach, weil wir Dreidimensionales operieren aber auf dem Bildschirm ein zweidimensionales Bild haben“

Er operierte österreichweit etwa die erste Eileiterschwangerschaft mit der Knopfloch-Chirurgie. „Der Zugangsweg ist nicht einfach, weil wir Dreidimensionales operieren aber auf dem Bildschirm ein zweidimensionales Bild haben“, so Fabsits.

„Aber irgendwann macht es klick und man kann es. Es ist, wenn man so will, demokratisches Operieren, weil beide Operateure gleichwertig auf Augenhöhe miteinander arbeiten müssen, nicht so wie bei der offenen Methode, bei der einer operiert, der andere assistiert.“ Beim Workshop waren mehrerer Simulatoren, sogenannte Pelvi-Trainer, im Einsatz. In Zweierteams wurde vor Flat-Screens an Schweineblasen und -därmen operiert.

Der Workshop wollte die Möglichkeit zum Üben geben, bevor man das erste Mal einem erfahrenen Kollegen im OP-Saal assistiert. Vortragende Viktoria Handler kam von der Semmelweis-Klinik Wien ins KRAGES-Haus nach Oberpullendorf, um bei Primar Fabsits ihre OP-Fähigkeiten weiter zu verbessern. „Ich wollte ein Jahr bleiben, mittlerweile sind es drei. An einer Uniklinik sehe ich viel, komme aber kaum selbst zum Operieren. Und mein Chef kann es sehr gut, und vermittelt es auch mit Freude.“