"Mr. Wasserverband" geht in den Ruhestand. Nach 41 Jahren an der Spitze des „Wasserverbandes Stögersbachtal“ geht Betriebsleiter Hans Koch mit Ende des Jahres in den wohlverdienten Ruhestand.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 12. September 2019 (15:29)
Bürgermeister Hermann Pferschy mit Betriebsleiter Hans Koch, Viktoria Müllner, Wolfgang Handler und Gerhard Daniel.
Gemeinde

Der „Wasserverband Stögersbachtal“ umfasst die Gemeinden Loipersdorf-Kitzladen, Markt Allhau, Wolfau, Wörterberg und Stinatz Nord. Seit 1. September 1978 ist Betriebsleiter Hans Koch für die Geschicke des Wasserverbandes verantwortlich. Mit Ende des Jahres geht er in den wohlverdienten Ruhestand.

In seine Dienstzeit fällt unter anderem der Bau der Trinkwasseraufbereitungsanlage im Jahr 1993 (Investitionssumme rund 20 Millionen Schilling). Er ist auch verantwortlich für den Anschluss der Gemeinden Wörterberg und Stinatz an den Wasserverband im Jahr 1999. Koch ist Herr über 100 Kilometer Hauptleitungen, rund 75 Kilometer Hausanschlussleitungen und sieben Brunnen (von 13 bis 204 Meter Tiefe).

In all den Jahren hat sich vieles verändert. „Vor 40 Jahren gab es noch keine digitale Überwachung und automatische Alarmierung. Bei etwaigen Gebrechen haben erst die Wasserabnehmer einen Wasserausfall gemeldet, wenn die Behälter leer waren“, erinnert sich Koch und erzählt von einer Begebenheit: „An einem 1. Mai besuchte ich die Grazer Messe, als es zu einem Wasserausfall in Markt Allhau und Wolfau kam. Die Bevölkerung hat dies meinen Eltern gemeldet, die mich dann von der Messeleitung in Graz ausrufen haben lassen. Ich bin sofort nach Hause gefahren, um den Fehler zu suchen. Nach Umschieben und Befüllen der Hochbehälter hatten die Bewohner erst nach einigen Stunden wieder Wasser. Und es hat sich niemand beschwert oder aufgeregt.“

„Hans Koch kann getrost als ‚Mister Wasserverband‘ bezeichnet werden. Er war federführend am Aufbau des Verbandes beteiligt, ohne ihn läuft hier gar nichts“, lobt Bürgermeister Hermann Pferschy den umtriebigen Betriebsleiter, den er nur ungern gehen lässt.