"Bausteinaktion" als Basis für neuen Nahversorger. In der Gemeinde fehlt aktuell ein Geschäft. Mit einer Bausteinaktion wird ermittelt, ob es Interesse dafür gibt.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 04. Mai 2018 (05:46)
BVZ, zVg
Stellten das Projekt Vor. Bürgermeister Joachim Radics (r.) und sein Kollege aus Strem (l., Bernhard Deutsch), wo bereits ein Geschäft über einen Verein geführt wird. Radics hofft auf Resonanz aus der Bevölkerung.

In der Vorwoche stellte Bürgermeister Joachim Radics gemeinsam mit seinem Stremer Amtskollegen Bernhard Deutsch der Bevölkerung ein neues Nahversorgungskonzept vor, das in Strem und Eberau bereits umgesetzt wurde. „Es geht nur durch einen Verein, es soll ein Nahversorgungs-Konzept mit einer Bausteinaktion erfolgen“, so der Ortschef.

„Bürger identifizieren sich mit dem Geschäft“

So können Bausteine im Wert von je 100 Euro gekauft werden, damit beteiligt man sich als Bürger finanziell am neuen Projekt. „Man sorgt gleichzeitig aber auch dafür, dass sich die Bürger mit dem neuen Geschäft identifizieren“, erklärt Radics. Gewinn wolle man damit keinen machen. „Es soll so wie in Strem über einen Verein laufen, wir bräuchten dazu eine Vollzeit- und Teilzeitkraft, die vom Verein beschäftigt wird“, erklärt der Ortschef. Warum das Projekt über eine Bausteinaktion mit finanzieller Beteiligung der Bevölkerung läuft, lässt sich rasch erklären: Es geht darum, Bewusstsein zu schaffen.

„Möchte ich ein Geschäft in meiner Gemeinde haben oder will ich es zu 100 Prozent.“ Es geht im Grunde darum, dass sich die Bürger mit diesem Projekt identifizieren und wieder gerne in ihrem Dorf einkaufen gehen. „Klar ist natürlich, dass auch in anderen Orten und Geschäften eingekauft wird. Aber es geht hier um das bewusste Einkaufen.“ Der Bürgermeister denkt dabei an die vielen Touristen, die in den Ort kommen und Kleinigkeiten besorgen könnten. „Es soll auch ein Projekt sein, wo wir Kindergarten und Volksschule mit einer gesunden Jause einbinden.“