Markt Neuhodis

Erstellt am 05. Oktober 2017, 05:35

von Daniel Fenz

ÖVP stellt Ortschef: 25 Stimmen bringen Radics ins Amt. Joachim Radics (ÖVP) ist neuer Bürgermeister von Markt Neuhodis. Aber: SPÖ hat Mehrheit im Gemeinderat.

Das ist meine Gemeinde: Schon am vorgezogenen Wahltag betonte der damalige (Noch)-Vize Joachim Radics (ÖVP): „Ich möchte unbedingt Bürgermeister werden.“ Sein Wunsch erfüllte sich, allerdings mit einem kleinen Schönheitsfehler: Die Mehrheit im Gemeinderat wanderte von der ÖVP zur SPÖ.  |  BVZ, Daniel Fenz

Nach dem Abschied von Johann Wallner (SPÖ) als Bürgermeister, bei dem auch parteiinterne Querelen eine Rolle gespielt hatten, war die Ausgangslage in Markt Neuhodis besonders spannend.

Quereinsteiger darf sich über Absolute freuen

Und tatsächlich „drehte“ sich die Gemeinde von rot auf schwarz. Neuer Bürgermeister ist ÖVP-Kandidat Joachim Radics, er holte um 25 Stimmen mehr als SPÖ-Quereinsteiger Klaus Glavanics. Der darf sich dafür im Gegenzug über einen Sieg bei der Gemeinderatswahl freuen, denn die SPÖ holte sich die absolute Mehrheit von der ÖVP zurück.

Schaffte sein Vorhaben nicht. Klaus Glavanics und die SPÖ verloren den Bürgermeistersessel an die ÖVP.  |  BVZ

„Ich nehme das Ergebnis demütig an und bin den Wählern einfach nur dankbar“, sagte Neo-Ortschef Radics in einer ersten Stellungnahme. „Jetzt ist mir wichtig, dass wir in der Gemeinde zusammenhalten – das ist das Wichtigste. Welche Partei am Ruder ist, ist eigentlich egal, solange das Ziel ist, gemeinsam viel für die Bürger zu erreichen.“

Dafür wird er aber die Unterstützung der SPÖ brauchen, die verfügt nämlich über die Mehrheit im Gemeinderat. „Ich biete Glavanics meine Zusammenarbeit an, nur gemeinsam werden wir etwas für Markt Neuhodis erreichen.“

„Pfiati Gott.“ Bürgermeister Johann Wallner bei seiner letzten Amtstätigkeit bei der Wahl.  |  BVZ, D. Fenz

Glavanics zeigt sich im Gespräch mit der BVZ mit dem Ergebnis „zufrieden“, auch wenn er sich mehr erwartet hätte: „Jetzt kann Radics zeigen, was er kann. Ich werde mich als Vizebürgermeister für die Gemeinde einsetzen.“

Die FPÖ mit Stefan Szmolyan schaffte den Einzug in den Gemeinderat nicht, er bleibt aber kämpferisch: „SPÖ und ÖVP werden sehen, was für Überraschungen sie erleben.“