Trotz Veranstaltungsabsage an Opfer erinnern

Trotz Absage der Gedenkveranstaltung an das Massaker von Rechnitz beim Kreuzstadl soll der Opfer gedacht werden.

Erstellt am 04. April 2020 | 05:35
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Jedes Jahr wird beim Kreuzstadl in Rechnitz der Opfer des Massakers gedacht. Heuer muss die Veranstaltung ausfallen.
Foto: Refugius

Das Massaker von Rechnitz jährt sich heuer zum 75. Mal. Aufgrund der Corona-Krise kann die Gedenkveranstaltung nicht abgehalten werden.

„Der Kreuzstadl ist ein Mahnmal für nationalsozialistische Grausamkeit auf burgenländischem Boden. Aus diesem Grund ist es mir ein besonderes Anliegen, dass hier gedacht wird und sich an die hier ermordeten Opfer erinnert wird“, so Landtagspräsidentin Verena Dunst. Das Mahnmal erinnert nicht nur an die in der Nähe des Kreuzstadls ermordeten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter, sondern steht auch stellvertretend für eine überregionale Gedenkkultur. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass in vielen größeren und kleineren Orten entlang der Grenze, teils auch auf ungarischem Gebiet, Menschen bei Schanzarbeiten für den Südostwall oder auf den so genannten Todesmärschen ermordet worden sind.

Auch ohne Gedenkveranstaltung soll heuer der Opfer gedacht werden. Im Namen von RE.F.U.G.I.U.S. einige, historische wie aktuelle Gedanken, aus persönlicher Sicht zusammengefasst von Gründungsvorsitzenden Paul Gulda, finden Sie im Internet: www.refugius.at.