Güssing: Biker als Lebensretter. Der Güssinger Rot-Kreuz-Mitarbeiter Ewald Klucsarits rettete bei einer privaten Motorradtour einem Verunfallten das Leben. Nicht zum ersten Mal, wie er erzählt.

Von David Marousek. Erstellt am 24. Juni 2021 (03:58)

Eigentlich hätte es eine ruhige Ausfahrt für den Bike-Club Güssing-Jennersdorf nach Hallstatt werden sollen. Bei der Rückfahrt verunfallte jedoch ein Fahrer einer Gruppe, die vor den Südburgenländern starteten. Im steirischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag kam ein Fahrer von der Straße ab und knallte gegen eine Böschung.

Trio eilte sogleich zur Hilfe für Verletzten

Glück im Unglück für den Biker, denn der Güssinger Rot-Kreuz-Mitarbeiter Ewald Klucsarits, seine Lebensgefährtin Ingrid, die ebenfalls ausgebildet ist und die Intensivkrankenschwester Christina waren gleich zur Stelle. Der 57-jährige Bewusstlose wurde an Ort und Stelle reanimiert, nachdem ein Herzkreislaufstillstand festgestellt wurde. Gleichzeitig wurden die Einsatzkräfte verständigt.

„Zum Glück, hab ich da ja schon ein bisschen Routine“, schmunzelte Ewald Klucsarits rückblickend darauf, dass es dem Biker wieder besser geht. „Das spielt aber viel der Zufall mit. Ich habe auch immer eine Halskrause im Motorrad mit, eben für solche Fälle“, ergänzt der Sanitäter.

Schon das zweite Mal ein Lebensretter

Schon vor rund 20 Jahren war er als Lebensretter in einer Privatsituation aktiv: „Ich habe da im Niemandsland an der Grenze eine ungarische Zöllnerin wiederbelebt. Die war so circa 50 Jahre alt und hatte plötzlich einen Herzstillstand.“ Eigentlich ist der Biker-Club ein Verein von und für Polizisten, Ewald Klucsarits und seine Lebensgefährtin werden laut eigener Aussage aber „geduldet“, wie der Sanitäter lachend gesteht.