Die Geschichte vom Urlaut im Bezirk Oberwart. Die Musikformation „der Urlaut“ feiert Jubiläum und hält mit seiner „Formation an Ungewöhnlichem“ seit zwei Jahrzehnten den Unikat-Status.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 18. Juli 2021 (07:14)
„der Urlaut“
„der Urlaut“ in Person(en). Luis, Manuel, Markus und Stefan begeistern ihr Publikum seit nunmehr 20 Jahren bei Live-Auftritten. Im Herbst dieses Jahres soll es auch wieder ins Studio gehen.  
Foto: derUrlaut

Schlagzeug, Gitarre, E-Bass, Didgeridoo und Gesang: Das ist „der Urlaut“ - zumindest die Basis einer auch im restlichen Österreich noch immer einzigartigen Klangwelt-Kombination.

Dazu kommen dann noch Djemben, Congas und Percussion-Instrumente und natürlich Luis, Manuel, Markus und Stefan, jene vier Herren, die seit mittlerweile zwei Jahrzehnten ihr Publikum mit Rock, Funk, Reggae und ur-afrikanischen Rhythmen zum Tanzen und die Bühnenbretter zum Beben bringen.


Djemben, Didgeridoo und vieles drumherum

Was 2001 in einem Stammlokal für Studenten in Wien begann, feiert heuer einen großen Geburtstag. „Ich bin seit dem zweiten Auftritt von „der Urlaut“ in der Band. Das hat sich zufällig ergeben damals. Einer meinte ‚Hey, du spielst doch Trommel, schau mal vorbei‘“, erinnert sich „der Urlaut“-Gestein Markus Ratz-Arendt, den alle schlicht Luis nennen.

Zu einer Trommelsession am Sunsplash-Festival in Wiesen gesellten sich nach und nach immer mehr Instrumente und heutige Bandmitglieder.

„Der Rest an Instrumenten und Gesang fügt sich drumherum, und so ist „der Urlaut“ bis heute eine in Österreich einzigartige Kombi aus verschiedensten Instrumenten und musikalischen Bausteinen.“ Luis

„Die ersten Jahre waren wir als „der Urlaut“ nur akustisch, also mit Djemben und Didgeridoo unterwegs. Bei einer Probe meinte Manuel dann, dass er ja Gitarre spielt und auch singt. Ich selbst wiederum spiele auch Schlagzeug und Markus seit über 20 Jahren Didgeridoo und so kamen immer mehr Elemente dazu. Wichtig war uns aber immer, dass Didgeridoo und Trommeln quasi in der Mitte bleiben, also das Herz jedes Stückes ausmachen.

Der Rest an Instrumenten und Gesang fügt sich drumherum, und so ist „der Urlaut“ bis heute eine in Österreich einzigartige Kombi aus verschiedensten Instrumenten und musikalischen Bausteinen“, erklärt der Rotenturmer Luis.
In den zwei Jahrzehnten ihres Bestehens kann die Band auf einige Highlights zurückblicken: Aufritte als Vorgruppe bekannter Musiker wie zum Beispiel der Nino aus Wien oder als Opener des Picture on und Blues & More Festival sowie ein Live-Auftritt im ORF bei `’Guten Morgen Österreich‘.
Auch abseits der Bühne passierte recht viel.

„Vor ein paar Jahren sind zwei Bandmitglieder gleichzeitig Papa geworden und dann war die Freizeit plötzlich sehr rar und um die Band wurde es ruhiger. Gegeben hat es uns aber immer, nur die Proben und Live-Auftritte waren halt viel weniger als in den Jahren zuvor.

„Der Zugang zur Musik hat sich für uns verändert.“ Luis

Heute sind die Kids größer, und die Papas haben nicht nur wieder mehr Zeit, sondern auch enorm viel Freude am gemeinsamen Proben und Musik machen“, lacht Luis und fügt an: „Der Zugang zur Musik hat sich für uns verändert. Wir nehmen das Musizieren viel intensiver wahr, weil wir wissen, dass gemeinsame Zeit zum Proben etwas Wertvolles geworden ist und viel Freude bereitet.“

Kommenden Herbst geht man übrigens auch endlich wieder gemeinsam ins Studio, um ein neues Album zu produzieren. Wie erfolgreich die Proben-Resultate der letzten Monate von „der Urlaut“ wiederum sind, davon kann man sich beispielsweise am nächsten Samstag, den 17. Juli, ab 17 Uhr, im Gasthaus Farkas in Rotenturm überzeugen.

Dann nämlich gibt´s „der Urlaut“ im Zuge der vierten Ausgabe des Groove Garden Rotenturm auch endlich mal wieder live zu genießen. 20 Jahre Musikgeschichte feiert man am besten gemeinsam. So ist es einfach am coolsten.